Überlinger Interessen im Kreistag stärker vertreten! – Hallo Ü Nr 3

14. Januar 2017  Allgemein

Zum ersten Mal in dieser Legislaturperiode wird dem Überlinger Gemeinderat ein Haushaltsplan

vorgelegt, der realistisch ist und den er damit Ende Januar guten Gewissens verabschieden kann.

Die „Luftpolster“, die im Ergebnishaushalt in früheren Jahren noch enthalten waren, sind ausgedrückt

worden. Nicht ganz freiwillig, denn die Geldabflüsse im laufenden Jahr 2017 durch die Erhöhung der Kreisumlage auf

32 % ließen keine andere Wahl.

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass verschiedene Überlinger Kreisräte diese Erhöhung im

Kreistag mitbeschlossen haben. Meine Gegenstimme war die Einzige. Es ist nicht einzusehen, dass der Landkreis

Tübingen seine Kreisumlage aktuell auf 28 % gesenkt hat, der Landkreis Bodensee aber offensichtlich mit seinem Geld nicht auskommt.

Aber nicht genug. Im nächsten Jahr, also 2018, ist eine weitere Erhöhung dieser Umlage auf dann fast 36 % geplant

– ebenfalls abgenickt durch besagte Überlinger Kreisräte.  Sollte es tatsächlich so kommen,

haben diese Kollegen ihrer eigenen Stadt einen Bärendienst erwiesen.

Schon im kommenden Jahr müsste bei uns radikal der Sparstift angesetzt werden. Es flössen nämlich zusätzliche Millionen EUR

aus Überlingen an den Kreis ab. Ob dann noch der geplante Schulcampus „in toto“ finanziert werden könnte, oder ob nach dem Bau

der Turnhalle im wesentlichen „Feierabend“ ist, stände in den Sternen.

Warum stimmen diese Kollegen so ab ? Schwer zu sagen.  Liebe Leser, fragen Sie sie am besten selbst.

Grundsätzlich scheint es so, dass das ehemals so stolze und bedeutende Überlingen schon lange nicht mehr

die Rolle zu spielen vermag, die ihm als zweitgrößte Stadt im Landkreis doch eigentlich zusteht.

DIE LINKE jedenfalls kämpft dafür, dass Überlinger Interessen im Kreistag eine größere Berücksichtigung finden als zuletzt.

Ihr

Roland Biniossek

Stadt- und Kreisrat DIE LINKE

 


Hinterlasse einen Kommentar