Menschen zuerst: Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026
Am 17.10.2025 hat der Landesverband das Wahlprogramm für die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg bei keiner Gegenstimme und lediglich drei Enthaltungen beschlossen und zieht damit kraftvoll in den Wahlkampf.
Das Landtagswahlprogramm steht unter dem Motto „Menschen zuerst.“ Schwerpunkte im Landtagswahlprogramm sind Wohnungspolitik, Gesundheitspolitik, Bildungspolitik sowie Klima- und Verkehrspolitik.
- Wohnungen für die Menschen: bezahlbar, gemeinnützig & inklusiv
- Gesundheitsversorgung, die bedarfsorientiert und nah am Menschen ist
- Bildung für alle: inklusiv, gerecht & kostenlos
- Sozialökologische Transformation der Automobilindustrie: Die Linke setzt sich für eine nachhaltige und soziale Verkehrswende ein
Hier klicken: Pressemitteilung des Landesverbandes
Hier klicken: Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026
Hier klicken: Kurzwahlprogramm Landtagswahl 2026
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Bericht: Podiumsdiskussion der IHK
Nachfolgend der Bericht der IHK Bodensee-Oberschwaben zu ihrer Podiumsdiskussion am 19.01.2026:
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Auf großes Interesse stieß die Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 8. März in Baden-Württemberg, zu der die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) nach Weingarten eingeladen hatte. Sechs Landtagskandidaten aus den Parteien CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, SPD, Die Linke und AfD sprachen über Chancen und Herausforderungen in Baden-Württemberg und stellten sich Fragen der über 110 Teilnehmer aus der regionalen Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft.
Die Region Bodensee-Oberschwaben sei wirtschaftlich stark, sagte IHK-Präsident Martin Buck in seiner Begrüßung und verwies auf Branchenvielfalt, innovative Unternehmen und eine überdurchschnittliche Exportorientierung. Angesichts der vielen Krisen und Baustellen weltweit sei es daher wichtig, in Baden-Württemberg wirtschaftspolitische Verlässlichkeit zu schaffen, um die unternehmerische Eigenverantwortung zu stärken und neue Investitionen zu ermöglichen. Die Podiumsdiskussion biete die Gelegenheit,
wirtschafts- und standortpolitische Positionen der verschiedenen Parteien kennenzulernen, und fördere den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik, so Buck weiter. „Bitte gehen Sie im März auf jeden Fall wählen“, appellierte er an die Gäste.
Auf dem Podium diskutierten Raimund Haser (CDU), Anna Wiech (Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Hoher (FDP), Paul Frank (SPD), Sander Frank (Die Linke) und Christoph Högel (AfD) unter anderem die Themen Wirtschaftspolitik, Arbeitskosten, Bürokratieabbau und Fachkräfte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Benjamin Wagener, Wirtschaftskorrespondent für Baden-Württemberg der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wie wollen Sie und Ihre Partei die baden-württembergische Wirtschaft wieder in
Schwung bringen?“, fragte Wagener in die Runde. Vieles sei hausgemacht. Man habe aber erkannt, dass es nicht einfach so weitergehen könne, sagte Raimund Haser (CDU). Die Politik müsse unter anderem durch wirksame Steuerreformen und Bürokratieabbau bessere Rahmenbedingungen schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen – vor allem auch der kleineren Familienunternehmen – stärken. Klaus Hoher (FDP) unterstrich die hohe Qualität deutscher Produkte, die es zu erhalten gelte. Anna Wiech (Grüne) mahnte mit Blick auf den Klimawandel eine effiziente Nutzung neu versiegelter Flächen an und warb für mehr Engagement in Sachen Wohnungsbau. Wiech: „Das Thema Wohnen ist mittlerweile zu einem wichtigen Standortfaktor geworden.“ Nur die Privatwirtschaft könne Wohlstand aufbauen und erhalten, sagte Paul Frank (SPD). Der Staat müsse mit Verbesserungen in Sachen Verkehrsinfrastruktur und Bürokratie auf eine Anreizpolitik mit besseren Rahmenbedingungen setzen. Christoph Högel (AfD) kritisierte, dass sich die aktuelle Wirtschaftspolitik an ideologischen Zielen statt an realen Gegebenheiten orientiere. Die Wirtschaft brauche Planungssicherheit, kürzere Verfahren und bezahlbare Energiepreise, sagte er und regte an, die staatliche Reglementierung zu reduzieren und die Eigenverantwortung der Wirtschaft zu stärken. Man müsse digitaler werden und die staatliche Bürokratie effizienter machen, nicht abbauen, sagte Sander Frank (Die Linke). Einig waren sich alle, trotz unterschiedlicher Bewertungen,
dass Deutschland allein angesichts der globalen Herausforderungen ohne EU nicht bestehen könne. Christoph Högel forderte hierbei jedoch eine Beschränkung der EU-Kompetenzen auf Kernthemen, ähnlich wie in der früheren Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.
Mit Blick auf die steigenden Arbeitskosten, die immer mehr Unternehmen als Risiko für ihre Geschäftsentwicklung sehen, warb Frank (SPD) für bessere Sozialstrukturen. „Wenn es den Mitarbeitern gut geht, profitieren auch die Unternehmen davon.“ Haser (CDU) warnte davor, dass viele Unternehmen sich die tariflichen und gesellschaftlichen Forderungen nicht mehr leisten könnten. Er wünschte sich mehr Leistungsmotivation und eine Aufbruch-Mentalität – „nur damit kann unser Land wieder hochkommen“. Sander Frank (Die Linke) hielt dagegen, dass Erhebungen zufolge Beschäftigte in Deutschland allein im Jahr 2023 rund 1,3 Milliarden Überstunden geleistet hätten, mehr als die Hälfte davon unbezahlt, und fragte, woher denn noch mehr Leistungsmotivation kommen solle. Gegen das vom Kabinett beschlossene Bundestariftreuegesetz sowie gegen entsprechende Landesgesetze sprach sich Hoher (FDP) aus. Durch den ideologisch verankerten gesetzlichen Mindestlohn würden sich die Arbeitskosten erhöhen, kritisierte
er. Högel vertrat die Ansicht, der Mindestlohn sei nicht geeignet, die Probleme zu lösen. „Wir müssen Unternehmen vielmehr in die Lage bringen, in Sachen Entlohnung und Arbeitszeit wieder selbständig zu entscheiden“, sagte er. Auf die Frage von Moderator Wagener, ob der Staat zu wenig Vertrauen in die Unternehmen habe, verwies Anna Wiech (Grüne) auf die Politik von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der immer wieder betone, dass Wirtschaft und Politik nur gemeinsam weiterkommen könnten, wenn gemeinsam Ziele vereinbart und angestrebt würden. Gleichzeitig gab sie zu bedenken: „Wir sind ein überregulierter Staat und schaffen es dennoch nicht, Missbrauch zu verhindern.“
Mit Blick auf das Thema Fachkräfte sagte sie, dass sehr gut ausgebildete Frauen das größte Fachkräftepotenzial in Deutschland darstellten. Dieses sollte von Unternehmen zu fairen Bedingungen genutzt werden. Auf eine Anregung aus dem Publikum, den politischen Blick auch auf die finanziell mit dem Rücken zur Wand stehenden Kommunen zu richten, räumte Haser (CDU) ein: „Wir
überfrachten die Kommunen.“ Es gebe zu viele Vorgaben. Die den Kommunen übertragenen Aufgaben müssten zu den finanziellen Möglichkeiten passen. Anna Wiech (Grüne) vertrat die Ansicht, dass die mit Vorgaben belasteten Kommunen finanziell besser ausgestattet werden müssten. Högel (AfD) forderte eine Rückkehr zu dem Prinzip „Wer bestellt, der bezahlt“, und Frank (SPD) sagte, politische Vorschläge und Regelungen sollten nicht nur ausformuliert, sondern auch gegenfinanziert werden.
IHK-Präsident Buck bedankte sich abschließend für die informative und anregende Podiumsdiskussion und die klaren Positionierungen der Parteikandidaten.
Bericht: Podiumsdiskussion Augustinum Meersburg
Am 15.01. fand in der Meersburger Seniorenresidenz Augustinum eine Podiumsdiskussion mit sieben Landtagskandidaten statt. Nach einer kurzen Einführung durch den Moderator wurden Ablauf und Reihenfolge festgelegt, bevor sich die Kandidierenden dem Publikum vorstellten. Während die Vertreter von CDU, FDP und GRÜNEN erwartungsgemäß ihre politische Laufbahn in routinierter Selbstdarstellung präsentierten, überzeugte Sander Frank die rund 250 anwesenden Gäste mit einem kompetenten, glaubwürdigen und inhaltlich fundierten Einblick in seine politische Motivation.
In der anschließenden Diskussion zeigte sich ein breites Spektrum an Themen, das jedoch nur teilweise den angekündigten Inhalten entsprach. Im Mittelpunkt standen die explodierenden Kosten im Gesundheitswesen und die sich weiter verschlechternde medizinische Versorgung. Die meisten Lösungsvorschläge blieben dabei vage und floskelhaft. Substanz kam vor allem vom SPD-Kandidaten, der als Mediziner und Mitinhaber einer Gemeinschaftspraxis über reale Praxiserfahrung und tiefe strukturelle Einblicke verfügt. Gemeinsam mit unserem Kandidaten von Die Linke brachte er systemkritische Positionen ein, die Sander Frank souverän durch klare Argumente zur Einführung einer Vermögenssteuer ergänzte. Darüber hinaus kritisierte er deutlich die unsolidarische Trennung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung und machte klar: Gesundheit darf keine Frage des Geldbeutels sein.
Für Kopfschütteln und vereinzelte – wenn auch hörbare – Unmutsbekundungen sorgte der Vertreter der AfD, als er versuchte, gesellschaftliche Fehlentwicklungen einseitig der Migration zuzuschreiben. Seine Beiträge blieben erwartbar schlicht und ohne ernsthafte Lösungsansätze.
Aus der Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung ging hervor, dass GRÜNE und CDU um das Direktmandat im Bodenseekreis konkurrieren, während der SPD-Kandidat auf einem wenig aussichtsreichen Listenplatz kandidiert. Da der Einzug in den Landtag für Die Linke laut aktuellen Umfragen mit 7 % als relativ sicher gilt, sind die Chancen für Sander Frank über die Landesliste hingegen ausgesprochen gut.
Die Linke steht für klare Kante, soziale Gerechtigkeit und echte Lösungen: Auch und gerade im Gesundheitswesen.
Podiumsdiskussionen zur Landtagswahl
Podiumsdiskussionen sind zu Wahlen eine übliche Möglichkeit, sich über die Positionen und Ideen der Parteien zu informieren. Die Kandidierenden der Parteien setzen sich dabei in einer Diskussionsrunde zusammen und werden zu unterschiedlichen Themen befragt. In der Regel sind die Veranstaltungen öffentlich und haben teilweise auch eine thematische Ausrichtung, beispielsweise zu Mobilität oder Gesundheit.
Die aktuellen Termine des Wahlkampfes sind immer auf der Startseite sowie unter dem Reiter „Termine“ in der Seitenleiste zu finden. Zur Übersicht und Dokumentation sind hier alle Podiumsdiskussionen gesondert aufgeführt:
- 01.12.2025 / Politischer Vormittag / 08:00 - 12:30 / Droste-Hülshoff-Gymnasium Meersburg
- 15.01.2026 / Senioren, Gesundheit, Ärzteversorgung / 19:00 - 21:00 / Senior*innenresidenz Augustinum Meersburg
- 19.01.2026 / Diskussion zur Landtagswahl / 15:30 - 17:00 / IHK Bodensee Oberschwaben
- 22.01.2026 / Bildung und Wissenschaft / 19:30 - 21:00 / GEW Baden-Württemberg (online)
- 02.02.2026 / Bildung / 19:00 - 21:00 / GEW Bodensee Oberschwaben / Kulturhaus Mühle Oberteuringen
- 10.02.2026 / Politischer Vormittag / 09:30 - 11:15 / Graf Zeppelin Gymnasium Friedrichshafen
- 10.02.2026 / Bildung / 13:15 - 15:00 / GEW Schlossbrauerei Aulendorf
- 24.02.2026 / Podium zur Landtagswahl / 19:15 - 21:00 / Zeppelin Universität Friedrichshafen
Bodenseekreis aus Platz 4 & 24 der Landesliste!
Am Samstag, den 20.09., erhielt der Kreisverband durch den Landesverband der Linken Baden-Württemberg mit der Nominierung von Sander Frank auf Listenplatz 4 und Tim Wetzel auf Platz 24 ein starkes Mandat. Nach der Nominierung geht der Kreisverband und der Landesverband mit Rückenwind in den Landtagswahlkampf. Die Kandidaturen der beiden Mitglieder stehen für eine kämpferische Linke vor Ort, die für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und eine solidarische Gesellschaft eintritt.
In Fellbach nominierte der Landesverband 26 Listenplätze für die anstehende Landtagswahl. Mit einem feministischen Spitzentrio um Kim Sophie Bohnen (Heidelberg), Amelie Vollmer (Offenburg) und Mersedeh Ghazaei (Stuttgart) geht Die Linke entschlossen in den Wahlkampf. Die Kandidierenden bringen vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen mit und sprechen die Lebensrealität vieler Bürgerinnen und Bürger an. Klare Schwerpunkte liegen auf Mietenstopp und bezahlbarem Wohnen, guter Gesundheitsversorgung, Klimagerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit und einer starken öffentlichen Daseinsvorsorge. Mit einem klaren Profil und Entschlossenheit blickt die Partei auf den abschließenden Programmparteitag im Oktober.
Der Kreisverband Bodenseekreis freut sich besonders über die Nominierung des 27-jährigen Direktkandidaten Sander Frank auf Platz 4 der Landesliste. Frank promoviert an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen, sitzt im Gemeinderat der Stadt Friedrichshafen und engagiert sich seit Jahren für soziale Politik. „Ich freue mich, künftig hoffentlich noch mehr linke Strukturen aufbauen und stärken zu können“, erklärt Frank. Er will die Probleme des Alltags im Bodenseekreis sichtbar machen: steigende Mieten, Druck auf Beschäftigte, die Ausgrenzung von Geflüchteten, die Sorgen von Kranken, Rentnerinnen und Rentnern oder Menschen mit Migrationserfahrung. „Gerade in Krisenzeiten muss gelten: Der Staat hat gerecht zu handeln – niemand darf sich auf Kosten der Vielen bereichern.“ Mit einem starken Mandat wollen der Kreisverband und Sander Frank den Druck auf die bürgerliche Politik erhöhen und linke Perspektiven im Bodenseekreis dauerhaft verankern.
Tim Wetzel kandidiert auf Platz 24 und tritt gleichzeitig im Wahlkreis Ravensburg als Direktkandidat an. Wetzel, 32 Jahre alt und kaufmännischer Angestellter in Ravensburg, erklärt: „Es ist Zeit, dass wir uns vom System der Ungerechtigkeit verabschieden und den Reichtum, der in unserem Land existiert, endlich gerecht verteilen.“ Auch seine Kandidatur stärkt die Region und macht deutlich: Die Linke ist präsent und kämpft vor Ort für die Bedürfnisse der Menschen, deren Probleme oft ignoriert werden.
Der Kreisverband betont, dass insbesondere in der Region viele drängende Landesaufgaben zu lösen sind. Mit Blick auf die Auseinandersetzungen um die marode Gesundheitsversorgung, bei der oft nur die Kosten statt der Versorgungsqualität im Mittelpunkt stehen, über das unzureichende Mobilitätsangebot sowie Fragen der Bildungs- und Klimagerechtigkeit bis hin zum Einfluss von Stiftungsunternehmen müssen endlich auch Eigentums- und Verteilungsfragen gestellt werden.
Land und Kommunen müssen in Zeiten der Krise ihrer Verantwortung gerecht werden, statt die Herausforderungen auf den Rücken der Beschäftigten abzuwälzen. Auch bei den Mietpreisen muss sich das Land stärker engagieren und durch Maßnahmen wie den Aufbau einer gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft, die Förderung von Zweckentfremdungssatzungen sowie die konsequente Reduzierung von Leerstand endlich wirksam handeln. Land und Kreis müssen zudem bei der Gesundheitsversorgung ihrer Verantwortung nachkommen und ihren fairen Beitrag für den Erhalt der Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft, für eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung sowie für gute Arbeitsbedingungen leisten. Die Arbeitsplätze in der Region müssen gesichert und die Betriebe zukunftsfähig aufgestellt werden. Insbesondere die Stiftungsunternehmen tragen eine besondere Verantwortung für die Menschen vor Ort. Falsche Entscheidungen der Politik und des Managements dürfen nicht zu radikalen Einschnitten bei den Beschäftigten oder zu Stellenabbau führen. Das Bildungssystem muss endlich gerecht aufgestellt werden. In einem reichen Land wie Baden-Württemberg dürfen Bildungschancen nicht weiter vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Auch die Kinderarmut muss endlich ein Ende finden.
In einem krisengeprägten System gibt es viele Herausforderungen zu bewältigen. Den Kandidierenden des Kreisverbands Bodenseekreis ist es dabei wichtig, die Perspektiven des Alltags und der Menschen einzubringen, die sonst oft übersehen oder ignoriert werden. Der Kreisverband freut sich über das starke Mandat für die Region, verspricht einen aktiven und engagierten Wahlkampf und will die Themen der einfachen Menschen in den Mittelpunkt stellen. Mit dem Mandat möchte Frank die Region sowie die vielfältigen Initiativen, Bündnisse und Vereine vor Ort weiter stärken.
Bewerbung für die Landesliste
Am 20.09.2025 wählt der Landesverband die Landesliste für die anstehende Landtagswahl. Der Direktkandidat für den Bodenseekreis, Sander Frank, bewirbt sich um Listenplatz 4. Anbei sein Bewerbungsschreiben:
Liebe Genossen und Genossinnen,
Ich bin überzeugt, für die anstehende Landtagswahlkampagne und die spätere Fraktionsarbeit einen persönlichen wie inhaltlichen Mehrwert leisten zu können. Nach der Empfehlung durch die Findungskommission und der Unterstützung des Landesvorstands für meine Kandidatur bitte ich um euer Vertrauen für Listenplatz 4.
Ich bin Sohn einer Arbeiterfamilie, Bildungsaufsteiger und 27 Jahre alt. Ich weiß, was es heißt, mit kleinem oder mittlerem Einkommen über die Runden kommen zu müssen. Mit stabiler linker Haltung, wissenschaftlicher Kenntnis und meiner Erfahrung in der Partei stehe ich für eine moderne und vielfältige Linke und politischer Sichtbarkeit im ländlichen Raum.
Seit mehreren Jahren leite ich den KV-Bodenseekreis und habe dabei organisatorische Erfahrung in Kommunal-, Europa-, Landtags- und Bundestagswahlen gesammelt. Bei den Kommunalwahlen 2019 und 2024 konnte ich erfolgreich kandidieren und bin seit sechs Jahren Mitglied im Gemeinderat Friedrichshafen. Bei den Landtags- und Bundestagswahlen 2021 trat ich als Direktkandidat an und bin es daher gewohnt, öffentlich zu sprechen, an Diskussionen teilzunehmen und auch in konservativen Umfeldern unsere Positionen zu vertreten.
Seit meinem 16. Lebensjahr engagiere ich mich in Bewegungen wie Fridays for Future, Seebrücke, CSD Friedrichshafen, der Waldbesetzung Altdorfer Wald, dem Jugendrat für Klima und Nachhaltigkeit BW sowie in Bündnissen gegen die AfD. Landespolitische Erfahrung sammelte ich im Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung, bei der Organisation der Jugendlandtage und Jugendhearings während Corona. Dort brachte ich wiederholt eine Klassenperspektive ein und führte Auseinandersetzungen mit dem Ministerpräsidenten, der Wirtschaftsministerin und dem Umweltminister. Durch ehrenamtliches Engagement sammelte ich auch Medienerfahrung – etwa durch Liveinterviews bei Fridays for Future in Aachen, Auftritte bei RegioTV Bodensee oder die Produktion des Influencer-Films „LassMaMachen“ im Rahmen eines Nachhaltigkeitsprojekts des Umweltbundesamtes.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in Verwaltungswissenschaften und Verwaltungsinformatik forsche ich täglich zur Gesetzgebung, Verwaltungspraxis und der politischen Realität im Land. Inhaltlich liegen meine Schwerpunkte auf Klimagerechtigkeit, Digitalisierung, der Verbesserung der öffentlichen Verwaltung.
Ich hoffe auf eure Unterstützung und freue mich auf einen engagierten Wahlkampf. Für eine starke Linke!
Offenes Linkes Sommerfest 2025 - Ausblick auf die Landtagswahl
Am Sonntag, den 27.07., feierten die Kreisverbände Bodenseekreis und Ravensburg gemeinsam ihr Sommerfest und blickten dabei auf das vergangene halbe Jahr sowie auf die verfehlte Politik der Bundesregierung zurück.
Trotz schlechten Wetters kamen rund 80 Gäste, die sich über den Besuch der Bundestagsabgeordneten Anne Zerr sowie über Burger und kühle Getränke freuten. Anne Zerr gratulierte den frisch gewählten Landtagskandidaten Sander Frank und Astrid Borne und berichtete von den ersten Monaten der aktuellen Bundesregierung. In einer kraftvollen Rede machte sie deutlich, dass Die Linke an der Seite der Menschen steht und entschlossen gegen unsoziale Kürzungspolitik sowie rechte Hetze gegen Geflüchtete kämpft.
Zerr betonte, dass an sozialen Errungenschaften wie dem Acht-Stunden-Tag nicht gerüttelt werden dürfe. Stattdessen brauche es eine gerechte Verteilung der Krisenkosten der vergangenen Jahre. Nicht die Arbeiterinnen und Arbeiter seien verantwortlich für die schwächelnde Wirtschaft, sondern Fehlentscheidungen in Management und Politik. Abschließend sprach sie über ihre politischen Pläne für die kommenden Jahre und ihre Arbeit im Bundestag.
Die Kreisverbände danken allen Gästen und Anne Zerr für ihren Besuch. Die Atmosphäre war durchweg positiv, die Stimmung kämpferisch. Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl blicken die Kreisverbände zuversichtlich nach vorn – bereit für einen engagierten und aktiven Wahlkampf.
Sander Frank und Astrid Borne nominiert
Am Sonntag, den 27.07., haben die Mitglieder der Partei Die Linke aus dem Bodenseekreis im Kulturhaus Caserne Sander Frank zum Direktkandidaten und Astrid Borne zur Ersatzkandidatin für den Wahlkreis Bodenseekreis zur anstehenden Landtagswahl nominiert. Im Anschluss fand das Sommerfest des Kreisverbandes statt, das von der Bundestagsabgeordneten Anne Zerr mit Grußworten und einem Bericht aus Berlin begleitet wurde.
Der Kreisvorsitzende Sander Frank (27) verfügt bereits über landespolitische und kommunal-politische Erfahrung – unter anderem als ehemaliges Mitglied im Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung, durch die Organisation des Jugendlandtags, Jugendhearings während der Corona-Pandemie sowie durch seine frühere Mitgliedschaft im Landesvorstand der Partei. Seit 2019 ist Frank zudem kommunalpolitisch im Gemeinderat der Stadt Friedrichshafen aktiv und kandidierte bereits für den Landtag und den Bundestag. Zudem engagiert er sich seit seiner Jugend in verschiedenen Vereinen und Initiativen.
Derzeit ist Sander Frank wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand im Bereich Staats- und Verwaltungswissenschaften. Er beschäftigt sich tagtäglich mit den Herausforderungen und Funktionsweisen der öffentlichen Verwaltung. Die Erkenntnisse aus seiner Forschung zu den Potenzialen einer Verknüpfung von Verwaltungsdigitalisierung und Nachhaltigkeit möchte er kraftvoll in den Landtag einbringen. „Ob unbezahlbare Mieten, schlechte Gesundheitsversorgung oder ein kaputtes Schulsystem – die Politik in Baden-Württemberg muss die Herausforderungen endlich anpacken und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen“, so der Landtagskandidat Sander Frank.
Astrid Borne (65) ist nicht mehr berufstätig. Sie studierte Germanistik und Philosophie, Sprechwissenschaft und Sprecherziehung und war viele Jahre in der Lehrer- und Theologenausbildung tätig. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und war über Jahrzehnte hinweg kirchlich sehr engagiert. „Ich möchte mich für die Sicht- und Hörbarmachung der durch den Kapitalismus Abgehängten und Erschöpften einsetzen und ihnen eine Stimme geben“, so die Ersatzkandidatin zur Landtagswahl im Bodenseekreis.
Beim anschließenden Sommerfest gratulierte Anne Zerr den frisch gewählten Landtagskandidierenden und eröffnete das Fest offiziell. Trotz schlechten Wetters kamen rund 80 Gäste, die sich über den Besuch der Abgeordneten sowie über Burger und kühle Getränke freuten. Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl zeigt sich der Kreisverband zuversichtlich und freut sich auf einen engagierten Wahlkampf. Die Partei kämpft für eine starke linke Fraktion im Landtag – eine Fraktion, die sich an den realen Lebensverhältnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert, statt an Profitinteressen, Lobbyverbänden und Großkonzernen.
Für eine starke Linke im Landtag!
In der Kreisverbandssitzung vom 18. Mai hat der Kreisverband formal beschlossen, mit einer Direktkandidatin oder einem Direktkandidaten im Wahlkreis Bodenseekreis zur anstehenden Landtagswahl anzutreten und für eine sozial-ökologische Stimme im Landtag zu kämpfe.
Zudem beriet und beschloss der Kreisverband das weitere Vorgehen im Auswahlprozess der Kandidatur. Alle Interessierten für die Direkt- oder Ersatzkandidatur wurden aufgerufen, sich beim Vorstand zu melden. Diese wurden anschließend zu einem persönlichen Interview im Vorfeld der Aufstellungsversammlung eingeladen, bei dem sie sich dem Vorstand vorstellen konnten. Auf Grundlage dieser Gespräche sprach der Vorstand eine Empfehlung für die Aufstellungsversammlung aus.
Der Kreisvorsitzende Sander Frank erklärte in diesem Rahmen seine Bereitschaft zur Kandidatur für den Kreisverband und kündigte an, auch eine vordere Platzierung auf der Landesliste anzustreben. Die Genossinnen und Genossen begrüßten seine Kandidatur mit großer Zustimmung und planten gemeinsam die nächsten Schritte für die anstehende Wahlkampfphase.
Die Aufstellungsversammlung wurde für den 27. Juli angesetzt.











